Die Historie: Das "Familienhaus" Schulzendorf erbaut ca.1760

Ein Zeugnis preußischer Landbaukunst des 18. Jahrhunderts

 

Nördlich hinter dem Schlösschen Tegel, dem "Humboldtschloß", beginnt die heutige Karolinenstraße und etwas weiter die Ruppiner Chaussee. Sie waren alte Postwege von Berlin nach Hamburg bzw. Rheinsberg und Neuruppin . . .

 

Der Achitekt David Gilly (Lehrmeister von Friedrich Schinkel) plante und baute Familienhaus für acht Landarbeiterfamilien für das Erbzinsgut Schulzendorf . . .

 

Eine Wohneinheit, die sich auf der gegenüberliegenden Seite spiegelbildlich wiederholt, besteht aus der für diesen Haustyp typischen Aufteilung (Stube, Kammer, Mittelflur Küche) . . .

 

Die damalige Bebauung und die heute sichtbare Situation ensprechen einer Gutsanlage . . .

 

Der Erhaltungszustand der ursprünglichen Erscheinung, der Struktur sowie sämtlicher Details ist fast als einmalig zu bezeichnen. Die bautechnische und architektonische Qualität ist außergewöhnlich hoch, und als zweigeschossiges "Familienhaus" des 18. Jahrhunderts ist es von größter Seltenheit. So muss konstatiert werden, dass dieses historische Gebäude architektonisch, stadtgeschichtlich und sozialgeschichtlich in jeder Hinsicht ein Denkmal von herrausragender Bedeutung ist.

 

(Auszug aus "Baudenkmale in Berlin", Argon Verlag, 1989,

Autor Wolf-Borwin Wendlandt)

Straßenansicht (1985)

Hofansicht (1985)

Bauherrenpreis 1992

Sraßenansicht (heute)

Hofansicht (heute)